Was ist eine IP-Adresse?
Jedem Gerät, das an das Internet angebunden ist, wird automatisch eine IP-Adresse zugewiesen. Sie ist so etwas wie eine virtuelle Postadresse und macht es möglich, dass Daten vom Absender zum Empfänger transportiert werden können.
Die IP ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Sie kann einen einzelnen Empfänger oder eine Gruppe von Empfängern bezeichnen. Im Gegenzug kann ein einzelner Computer mehrere IP-Adressen haben.

Wie genau ist eine IP-Adresse?
Eine IP lässt sich normalerweise mit einfachen Mitteln zurückverfolgen.
Den genauen Standort des Endgerätes kann allerdings nur der Provider (der Internetanbieter) ermitteln. Im Rahmen von Straftaten ist es so tatsächlich möglich, den konkreten User zu finden.
Du als Privatperson kommst nur bis zum letzten Zugriffspunkt des Providers. Das kann ein Land, eine Stadt oder ein Landkreis sein. Diese Tatsache mag sich ernüchternd anhören, ist sie aber nicht.
Denn in vielen Fällen ist es schon sehr aufschlussreich, wenn Mike aus Kanada dir mit einer IP aus Nigeria schreibt. Oder Karens Mails aus New York von einem Hildesheimer Computer versendet werden.

Wo findet man die IP?
Jede versendete E-Mail hat einen Header, der die Absenderangabe, das Mail-Erstellungsdatum und weitere optionale Angaben enthält. Falls du ihn nicht siehst, suche mit der „Hilfe“ deines Mail-Programmes nach „Header“, „E-Mail-Header“, „E-Mail-Quelltext“ oder „Nachrichtenkopfzeilen“. Dort findest du die Anleitung zum Anzeigen des Headers.

Und wie ermittelt man jetzt die Location?
Um es so einfach wie möglich zu machen, kannst du den kompletten Mailkopf kopieren und auf der Website ip-tracker in den dafür vorgesehen Kasten mit der Überschrift: „Find Email Sender With Email Tracker“ einsetzen.
Ein Klick auf den Button „Find Email Sender Location With Email Finder“ zeigt dir dann sofort die IP, den Provider und die verfügbare Location an.

Falls du die IP schon kennst oder selber ermitteln kannst, kannst du auch diese Seite benutzen: utrace

Hat das Ganze einen Haken?
Klar. Leider.
Die IPs der E-Mail-Adressen einiger Anbieter führen direkt zum Firmensitz in USA, sagen also nichts über das Land aus, in dem der einzelne User sitzt.
Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen sogenannten Proxy zu verwenden. Das ist, sehr vereinfacht gesagt, ein Server, der als Vermittler zwischengeschaltet wird, in jedem Land stehen kann, und dessen IP-Adresse dann in den Mails angezeigt wird. Ich kann mir also einen Proxy mit amerikanischer IP auswählen und damit meine Mails aus Deutschland verschicken.